mango
mondo
films INT.
münchen - los angeles






mango
mondo
films INT.
münchen - los angeles
amerika auf der waage
Fettsucht als Volksseuche
Amerika steuert auf die schwersten Zeiten seiner Geschichte zu: Bereits zwei Drittel der Bevölkerung sind übergewichtig bis fettsüchtig – Tendenz steigend. Ein weltweiter Trend, dessen Ausmaße in den USA Extreme erreicht haben. Schon wird Fettsucht von Experten als Epidemie bezeichnet, der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.
Die Ursachen liegen in den meisten Fällen nahe: Das Leben spielt sich zwischen Fastfood, Auto und Fernseher ab. Der Trend geht zum Übergewicht von 100 Pfund und mehr. Solche sog. Adipositas- (Fettsucht-) -Patienten sind herzinfarkt-, schlaganfall- und diabetesgefährdet, sie leiden unter Rheuma und Atemaussetzern beim Schlafen. Die Folgekosten für die Kassen sind so hoch, dass diese inzwischen lieber die 30.000 Dollar für eine Magenverkleinerung tragen.
Der irreversible und gefährliche Eingriff, bei dem der Magen auf eine daumengroße Tasche zurechtgeschnitten wird, ist in Amerika zur Routine geworden. Es folgt ein Leben mit Miniportionen und Vitaminpillen – aber rank und schlank, denn das ist immer noch das Schönheitsideal in Film und Werbung. Aber nicht alle wollen den radikalen Schnitt. Die Diätindustrie verspricht mit ungezählten Produkten immer neue Erfolge beim Abnehmen, sogar Hunde werden heute auf Halbfett gesetzt. Warum eigentlich diese Mühen, fragen sich andererseits immer mehr Amerikaner. 67 % der Bevölkerung sind schließlich die Mehrheit, und auch die wollen Spaß haben. Inzwischen haben sich Webseiten und sogar Discos für Fettleibige etabliert. Das Ende ist ohnehin für alle gleich, und die Sarghersteller stellen XXL-Größen bereits in Serie her.